Berggorilla Uganda

Uganda | Eine Reise zu den Berggorillas des Bwindi Impenetrable Nationalparks

Warum eine Reise nach Uganda?

Sehr oft haben wir Dokus im Fernsehen über die Berggorillas und das Gorilla Trekking in Uganda gesehen. Wir wollten diesen wundervollen Tieren daher unbedingt einmal selbst begegnen.

2018 haben wir das erste Mal eine richtige Tierreise ins Pantanal nach Brasilien gemacht. Die Tierwelt dort war sehr beeindruckend und vielfältig.

Nach dieser Reise wussten wir, dass wir zukünftige Strandurlaube gegen mehr Tierreisen tauschen werden.

So haben wir 2019 beschlossen nach Uganda zu reisen und die Berggorillas im Bwindi Impenetrable Nationalpark zu besuchen. Aber nicht nur das Reisehighlight – die Berggorillas wollten wir sehen, auch die Schimpansen im Kibale Forest Nationalpark, die Nilpferde im Lake Mburo Nationalpark, den Star der Mabamba Sümpfe & die Artenvielfalt der Tiere des Queen Elizabeth Nationalparks.

Wer einmal in Uganda war, vergisst dieses wunderbare Land mit seinen wilden Berggorillas, der spektakulären Gorilla Trekking Tour durch den atemberaubende Bwindi Impenetrable Nationalpark, der wunderschönen Landschaft, sowie die hohe Gastfreundschaft der Einheimischen nie wieder.

Wir haben eine 8-tägige Rundreise durch Uganda gemacht (ohne An- und Abreisetag) inkl. Gorilla Trekking im Bwindi Impenetrable Nationalpark & Schimpansen Trekking im Kibale Forest Nationalpark. Anschließend sind wir für 6 Tage weiter nach Kenia, um im Tsavo East Nationalpark noch eine Safari zu machen.  Die restlichen Tage haben wir am Strand entspannt und die Reise Revué passieren lassen.

Auf den Tsavo East Nationalpark werde ich in diesem Reisebericht nicht eingehen, da er zu Uganda nicht mehr dazu gehört. Wenn ihr möchtet könnt ihr mir gerne einen Kommentar unter dem Reisebericht dalassen, dann schreibe ich zum Tsavo East Nationalpark einen separaten kurzen Bericht. 🙂


Allgemeines zur Reise

Es ist ein normaler gesundheitlicher Status und eine gute körperliche Fitness, besonders für das Gorilla & Schimpansen Trekking Voraussetzung.

Für Personen mit eingeschränkter Mobilität ist diese Reise nicht zu empfehlen.

Bucht ihr die Reise über einen Reiseveranstalter, werden die benötigten Genehmigungen für das Gorilla & Schimpansen Trekking für Euch beantragt. Die Eintrittsgelder für die Nationalparks waren bei uns im Reisepreis mit dabei.

Für die Einreise und das Visum braucht ihr einen Nachweis über eine Gelbfieberimpfung.

Euer Visum müsst ihr online – vor der Reise, selbst beantragen. (Mehr zum Visum weiter unten)

Wann ist die beste Reisezeit für Uganda?

(Unserer Reisezeit war Oktober)

Allgemein

Uganda wird direkt vom Äquator durchschnitten, daher gibt es hier keine klassischen Jahreszeiten wie Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

  • Sehr trocken sind die Monate Juni und Juli sowie Januar bis Februar.
  • Besonders nass und feucht sind die Monate März bis Mai. Ebenfalls nass sind die Monate September bis November.

Für das Gorilla Trekking:

Obwohl Gorilla-Trekkings ganzjährig gebucht werden können, hat jede Saison ihre Vor- und Nachteile.

  • Gorilla-Trekking in der Regenzeit (März bis Mai, Oktober & November): Gute Kulisse für Tierfotografen durch sattes Grün sowie gleichmäßige Lichtverhältnisse durch bedeckten Himmel.
  • Gorilla-Trekking in der Nebensaison (Februar & September): Ugandas Nationalparks sind weniger stark besucht.
  • Gorilla Trekking in der Trockenzeit (Juni und Juli sowie Januar bis Februar): Die Tiere sind vermehrt auf Futtersuche und daher aktiver unterwegs.
  • Nachteil: Gorilla Trekking in der Regenzeit (März bis Mai, Oktober & November): Waldwege können verschlammt sein und Gorilla-Spuren schlechter lesbar.

Beste Reisezeit für das Schimpansen Trekking:

Der Kibale Forest Nationalpark ist das ganze Jahr zugänglich.

  • Die beste Zeit ist die Trockenzeit von Dezember bis Februar & von Juni bis September.
  • Das feuchteste Gebiet in Kibale ist das nördliche Gebiet mit einem durchschnittlichen jährlichen Niederschlag von ca. 1700 mm, hauptsächlich von März bis Mai & September bis November.
  • Im südlichen Teil des Parks fallen geringere Regenmengen.

Was soll ich auf die Reise mitnehmen?

  • Weiche Taschen anstatt Hartschalenkoffer. Unser Fahrzeug hatte 7 Sitzplätze und eine Dachluke, die bei den Safaris geöffnet wurde. Da man kein Gepäck auf das Dach packen konnte und der Kofferraum nicht riesig war ist es von Vorteil, weiche Gepäcktaschen mitzunehmen. Die können besser im Kofferraum verstaut werden.
  • Gute, am besten knöchelhohe Wander-/Trekkingschuhe. Bei Gorilla Trekking kann es sehr schlammig, nass und rutschig werden genauso beim Schimpansen Trekking. Knöchelhohe Schuhe kommen Euch da sehr zugute.
  • Mückenschutzmittel gegen Insekten und Mücken. Wir haben gute Erfahrungen mit dem Mückenschutzmittel „Nobite“ DEET 50% gemacht.
  • Lange Kleidung (Hosen & Hemden) vor allem für das Gorilla / Schimpansen Trekking würde ich Euch lange Kleidung empfehlen. Bei Schimpansen Trekking hatten wir ein wenig mit Ameisen zu kämpfen und da waren wir um eine lange Hose – reingestopft in knöchelhohe Wanderstiefel, sehr froh.
  • Nehmt unbedingt Gartenhandschuhe oder Arbeitshandschuhe für das Gorilla Trekking mit! Die braucht ihr, wenn ihr Euch an Pflanzen festhalten müsst. Manche Pflanzen haben kleine Dornen und die will man nicht unbedingt in der nackten Hand haben.
  • Regenkleidung & Regenschutz. Der Bwindi Impenetrable Nationalpark (Gorilla Trekking) als auch der Kibale Forest Nationalpark (Schimpansen Trekking) sind Regenwälder und wie der Name schon sagt regnet es dort viel. Ein guter Regenschutz für Dich, deinen Rucksack und deine Kamera ist daher sehr von Vorteil, egal zu welcher Reisezeit.

Was kostet ein Visum für Uganda?

• Für Uganda & Kenia braucht ihr ein gültiges Visum, das ihr online vor Reisebeginn beantragt.

• Wir haben für Uganda & Kenia das Ostafrika Visum – kurz EAC Visum, beantragt. Mit diesem Visum dürft ihr in Uganda, Ruanda (auch Rwanda genannt) und Kenia einreisen.

• Das Ostafrika – Visum kosten 100 US$ pro Person.

• Wenn ihr nur einen Aufenthalt in Uganda/Kenia oder Ruanda plant, macht das Ostafrika Visum keinen Sinn. Beantragt in diesem Fall nur ein einzelnes Visum für das jeweilige Land. Kosten ca. 50 US$.

• Beantragen könnt ihr das Visum unter: https://visas.immigration.go.ug/. Dort könnt ihr auch nachlesen, welche Unterlagen ihr für den Antrag des Visums braucht.

Unser Reiseverlauf

Tag 1 | Entebbe

Ankunft & Bootstour durch die Mabamba Sümpfe

Angekommen in Entebbe hat uns unser Guide bereits am Flughafen erwartet. Das Gepäck ist verstaut und wir fahren zu unserer ersten Unterkunft – dem Papyrus Guest House. Dort bekommen wir erstmal ein leckeres Mittagessen und unser Reiseguide erklärt uns den geplanten Reiseverlauf. Den restlichen Tag haben wir zur freien Verfügung oder wir können uns den Botanischen Garten in Entebbe ansehen oder aber auch eine Bootstour durch die Mabamba Sümpfe in Entebbe machen. Entschieden haben wir uns für die Bootstour.

In den Mabamba Sümpfen – die am nördlichen Ufer des Victoria-Sees liegen, ist nämlich der seltene Schuhschnabel zu finden.

Er zählt zur Art der Störche und ist 1-1,2 Meter groß, hat eine Flügelspannweite von 180 cm und ein Gewicht von 4,5 – 6kg.

Ein sehr erstaunlicher Vogel und ein tolles Erlebnis ihn zu sehen, zu Beginn unserer Uganda Rundreise.

Schuhschnabel Mabamba Sümpfe
Schuhschabel in den Mabamba Sümpfen
Schuhschnabel Uganda
Flügelspannweite des Schuhschnabels – 180 cm

Eine Bootstour durch die Sümpfe ist nicht nur wegen dem „Star“ der Sümpfe – dem Schuhschnabel empfehlenswert, sondern auch wegen den Sümpfen selbst.

Die Mabamba Sümpfe sind ein erstklassiger Ort für Vogelbeobachtungen. Die Bootsfahrt auf den kleinen labyrinthartigen Pfaden durch Papyrus, Seerosen und anderen Feuchtgräsern ist ein wahres Erlebnis.

Die Bootstour haben wir vor Ort gebucht und hat für 2 Personen umgerechnet ca. 100 US$ gekostet.

Mabamba Sümpfe
Bootstour in den Mabama Sümpfen
Mabamba Sümpfe
Tolle Sumpflandschaft der Mabama Sümpfe

Tag 2 | Lake Mburo Nationalpark

Safari & Bootsafari

Von Entebbe geht es weiter Richtung Lake Mburo Nationalpark. Auf dem Weg zum Nationalpark haben wir einen kleinen Abstecher am Äquator in Kayawbe gemacht. Großartig mal auf beide Erdhalbkugeln zu stehen. 🙂 Ein paar Fotos später und nach einem kurzen Besuch im Souvenirladen geht es auf direktem Wege weiter.

Äquator Kayawbe Uganda
Äquator in Kayawbe

Der Lake Mburo Nationalpark befindet sich in der Nähe der Stadt Mbara im Südwesten von Uganda. Eintritt in den Nationalpark bekommt ihr über 2 Gates – dem Sanga Gate 27 km östlich von Mbarara oder über das Nshaara Gate, das man 50 km von Mbarara entfernt erreicht. Öffnungszeiten sind von 6:30 Uhr morgens bis 7:30 Uhr abends.

Lake Mburo Nationalpark Nshaara Gate
Nshaara Gate – Lake Mburo Nationalpark

Der Lake Mburo Nationalpark ist der kleinste Nationalpark in Uganda und schützt tierreichen Lebensraum der sich aus Akazienwäldern, offenen Graslandschaften, Sümpfen und mehrere kleine Seen zusammensetzt. Den Namen hat der Nationalpark von einem der Größten der 5 Seen in Uganda – dem Lake Mburo.

Angekommen in unserer Unterkunft der Rwakobo Rock Lodge haben wir unsere Hütte bezogen und sind danach los auf Safaritour.

Wir haben die Auto Safari durch den Park und die Bootsafari auf dem Lake Mburo gemacht. Die Bootsafari war super und würde ich Jedem empfehlen zu machen, wenn er im Nationalpark ist. Das wir Nilpferde sehen, habe ich mir gedacht aber so viele auf einmal, das war schon großartig. 🙂

Aktivitätstipps im Lake Mburo Nationalpark:

Eintritt für den Queen Elizabeth Nationalpark 40US$ p.P.

  • Eine Auto-Safari durch den Lake Mburo Nationalpark. Hier kannst Du Topis (Leiherantilopen), Impalas, Defassa Wasserböcke, Zebras und viele verschiedene Vogelarten entdecken. Leoparden gibt es auch, aber die bekommt man nur sehr schwer und selten zu Gesicht. (Tagsafari mit Ranger 20US$ pro Auto / Nachtsafari 30US$ p.P)
  • Anstatt eine Auto-Safari kannst Du auch eine Fuß- oder Fahrradsafari durch den Nationalpark machen. (Fußsafari 15US$ p.P. / Fahrradsafari 30US$ p.P.)
  • Eine Boot-Safari auf dem Lake Mburo solltest Du auf jeden Fall mit einplanen. Hier kannst Du Nilpferde und Krokodile beobachten. (30US$ p.P.)
  • Am fischreichen Hotspot von Mazinga kannst Du angeln und auf Vogelbeobachtung kannst Du in den Sumpflandschaften von Miriti oder dem Warukiri Track, Kazuma Track und dem Ruroko Track gehen. (30US$ p.P.)
  • Abgesehen von den Tagessafaris benötigst du für alle anderen Aktivitäten einen Parkranger zu deiner Sicherheit als Begleitung. Die Gebühren sind direkt ans Park Office zu zahlen, wenn sie nicht im Reisepreis mit inbegriffen sind.
Ankole Rinder Uganda
Ankole Rinder im Lake Mburo Nationalpark
Zebra Lake Mburo Nationalpark
Zebra im Lake Mburo Nationalpark
Nilpferde Lake Mburo
Nilpferd Gruppe im Lake Mburo
Giraffen Lake Mburo Nationalpark
Giraffen im Lake Mburo Nationalpark

Video zur Safari durch den Lake Mburo Nationalpark

Nach unserer Safari geht es wieder zurück zu unserer Lodge. Die Rwakobo Rock Lodge war für mich eine der schönsten Unterkünfte, die wir in Uganda hatten. Allgemein waren alle Unterkünfte superschön und auch modern und viel komfortabler als wir uns das gedacht hätten. An der Rwakobo Rock Lodge hat mich der wahnsinnige Ausblick und das Panorama besonders beeindruckt. Auch das eine Lodge auf Steinen gebaut wurde habe ich bisher so noch nicht gesehen.

Rwakobo Rock Lodge
Haupthütte / Rezepzion Rwakobo Rock Lodge
Rwakobo Rock Lodge
Grandioser Ausblick beim Frühstück
Lake Mburo Nationalpark
Panorama Ausblick vom Rwakobo Rock

Tag 3 & 4 | Bwindi Nationalpark / Gorilla Trekking

Tag 3 – Fahrt in den Bwindi Nationalpark

Weiter vom Lake Mburo Nationalpark zum nächsten Stopp – dem Bwindi Impenetrable Nationalpark, geht es auf dem Weg vorbei an sehr schönen Hügel- & Beckenlandschaften als auch an riesigen Tee- & Bananenplantagen.

Im Gorilla Mist Camp angekommen, bietet das Camp einen wahnsinnig schönen Aus- und Weitblick über den Bwindi Impenetrable Nationalpark bis hin zu den Virunga Bergen. Die Virunga Berge, sind eine Kette von Vulkanen entlang der nördlichen Grenze von Ruanda, der Demokratischen Republik Kongo (DRK) und Uganda.

Unsere Hütte im Gorilla Mist Camp war sehr schön eingerichtet und es war morgens ein Traum aufzustehen, sich auf die Veranda zu setzen und diesen schönen Weitblick zu genießen.

Strom am Zimmer gab es keinen, allerdings gab es an der Rezeption genügend Steckdosenleisten, an denen man seine Sachen aufladen konnte. WLAN gab es auch im Rezeptionsbereich. Wasser wird Euch auf Anfrage zum Duschen in der Hütte warm gemacht. Eine Heizung oder ähnliches gab es in den Hütten nicht. Abends haben wir immer eine Wärmflasche bekommen und Dicke Decken hatten wir auch im Bett. Frieren musste man auf jeden Fall nicht. 😉

Virunga Berge Uganda
Ausblick auf die Virunga Berge – Gorilla Mist Camp
Bwindi Impenetrable Nationalpark
Hütte Gorilla Mist Camp – Bwindi Impenetrable Nationalpark
Bwindi Impenetrable Nationalpark
Veranda unserer Hütte im Bwindi Impenetrable Nationalpark

Info´s zum Bwindi Impenetrable Nationalpark

Der Bwindi Regenwald erstreckt sich über die Flanken des Albert Rifts, dem nördlichsten Teil des ostafrikanischen Grabenbruchs. Er ist einer der wenigen afrikanischen Wälder, die die harten Bedingungen der letzten Eiszeit überlebt haben und ist somit ein sehr alter und ursprünglicher Wald. Seit 1994 zählt er zur Liste des Weltnaturerbes der UNESCO. 

Das Wort „Bwindi“ bedeutet in der lokalen Sprache (Rukiga) „impenetrable“, zu Deutsch „undurchdringlich“. Dieses Wort beschreibt den Bwindi Regenwald sehr treffend. Er deckt insgesamt 327 km² dichter Vegetation ab, die sich über zerklüftete Landschaft mit steilen Abhängen drängt. Der Park liegt zwischen 1160 m und 2607 m ü. M.

Im Nationalpark lebt mit rund 400 Tieren geschätzt die Hälfte der Berggorillas in Uganda. Populationen der bedrohten Art leben auch im Mgahinga-Gorilla-Nationalpark im Gebiet der Virunga-Vulkane. Weitere Populationen leben in unmittelbarer Nachbarschaft des Parks in Ruanda und in der Demokratischen Republik Kongo.

Tag 4 – Gorilla Trekking

Früh morgens geht es los vom Gorilla Mist Camp Richtung Gorilla Trekking Visitor Center.

Dort angekommen wurden wir mit einer sehr schönen Tanz- und Gesangseinlage der Einheimischen begrüßt. Es wurde uns in einem Briefing/Einweisung erklärt, wofür das Geld für das Gorilla Trekking verwendet wird und wie wir uns während des Trekkings verhalten sollen.

Bei jedem Gorilla Trekking dürfen nur maximal 8 Personen eine Gorilla Gruppe für 1 Stunde besuchen. Die Zeit wird gestoppt, da die Tiere unter besonderem Schutz stehen und nicht lange gestört werden sollen.

Was kostet ein Gorilla Trekking?

Preis für ein Gorilla Permit (Gehnehmigung) im Bwindi Impenetrable Nationalpark 700US$ p.P.

Preis für ein Gorilla Permit (Genehmigung) in Ruanda 1500 US$ p.P.

Wofür wird das Geld für die Gorilla Permits/Genehmigungen verwendet?

Die Gelder für die „Permits“ – Genehmigungen werden für den Tierschutz benötigt. Die Kosten, um die sanften Berggorillas vor Wilderei und Zerstörung ihres Lebensraums zu schützen steigen ständig. Daher werden immer wieder weitere wilde Gorilla-Familien habituiert, d.h. an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt, und so für den Öko-Tourismus in Uganda zugänglich gemacht. Ein langwieriger Prozess, der einige Jahre dauert, von Wissenschaftlern begleitet wird und erst durch die Einnahmen aus dem Verkauf der Gorilla Permits finanziert werden kann.

20% der Einnahmen gehen an die Local Communities, die ebenfalls unterstützt werden. Dadurch liegt ihnen auch sehr viel am Schutz der Natur und der Gorillas, so kommt es auch zu keinen Interessenskonflikten wie z.B. Regenwaldabholzung o.ä.

Vor der Trekking Tour

Nach der Begrüßung und der Einweisung konnten wir uns für den Schwierigkeitsgrad unserer Trekking Tour entscheiden. Leicht oder schwer. Wir haben die schwere Tour gewählt. Da wussten wir noch nicht, dass wir hier mit Schwer auch wirklich Schwer bekommen. 😀

Unser Guide erklärt uns vorher noch, welche Gorilla Gruppe wir besuchen werden. Wir sind super aufgeregt und sehr gespannt was uns erwarten wird!

Ihr könnt Euch, wenn ihr möchtet für die Trekking Tour einen Gepäckträger mitnehmen. Dieser trägt Euch nicht nur Euer Gepäck, sondern hilft Euch auch auf dem Weg z.B. bei steilen Abhängen oder wenn ihr einen kleinen Bach überqueren müsst. Die Kosten belaufen sich auf ca. 15US$.

Scheut euch nicht davor, Euch einen Gepäckträger zu nehmen. Diese Leute verdienen sich so etwas Geld dazu.

Nehmt auch unbedingt einen Wanderstock – der kostenfrei angeboten wird mit, der kommt Euch sehr zugute.

Gorilla Gruppe die wir besuchten

Start der Gorilla Trekking Tour

Zu Beginn führt uns der Weg recht einfach in den Regenwald hinein. Die Stille und die Natur um einen herum ist unglaublich schön. Je weiter wir in den Regenwald kommen desto anspruchsvoller wird der Weg. Vor uns läuft unser Guide, der mit einer Machete den Weg frei schlägt und hinter uns noch ein Guide, der zur Sicherheit mit einer Waffe dabei ist. Diese hat er hauptsächlich zwecks den Waldelefanten dabei – die ziemlich böse werden können, wenn man einem von Ihnen begegnet. Wir haben keinen Waldelefanten getroffen und die Waffe kam zum Glück auch nicht zum Einsatz. Dies passiert auch nur äußerst selten.

Anfangs hatten wir noch Glück mit dem Wetter. Nach ein paar Stunden fing es an wie aus Eimern zu Regnen. Gut, dass wir Regenkleidung dabeihatten. Gute Wander-/ Trekkingschuhe machten sich ab da an auch bezahlbar. Der Weg wurde immer schlammiger und rutschiger. Es war eine Rutschpartie rauf und runter. Einen richtigen Weg gab es nicht mehr. Welcome to the Jungle! 🙂 Wir mussten uns immer wieder an steilen Stellen an Schlingpflanzen festhalten, um nicht den Abhang hinunter zu rutschen. Da machten sich die Gartenhandschuhe dann bezahlt. Einige Zeit ging das so weiter, bis wir die Info erhalten haben – die Guides stehen die ganze Zeit in Funkkontakt miteinander, wo sich unsere Gorilla Gruppe aufhält.

Gorilla Trekking
Anfangs sah der Weg noch einfach aus…

Die Gorilla Gruppe

Wir sind angekommen bei Mukiza und seiner Gruppe. (Bei Gorillas spricht man von Gruppen, nicht von Familien).

Was für ein Moment!

Es regnete immer noch sehr stark, was jedoch zur Nebensache wurde.

Die Gorilla Gruppe saß ungestört im Dickicht und interessierte sich wenig für uns. Ein Gorilla Weibchen trägt ihr Junges auf dem Rücken an uns vorbei und die anderen Gruppenmitglieder fressen in aller Ruhe vor sich hin.

Mukiza der Silberrücken dachte sich später: „Ein wenig was bieten muss ich den Touristen schon“ und rannte einmal durch seine Gorilla Gruppe. .-) Das war großartig zu sehen. Ein Silberrücken strotzt nur so vor Kraft. Das ist noch eine Sache was mich so an Gorillas beeindruckt.

Angst brauchte man hier keine haben! Gorillas sind keine aggressiven Tiere, sondern friedliche Tiere. Sie werden deshalb auch „Sanfte Riesen“ genannt. Leider werden sie in Filmen gerne anders dargestellt.

Gorilla Trekking
Silberrücken und da wollte noch jemand mit aufs Bild. 🙂

Gorillas sind hauptsächlich aufgrund von Wilderei und Lebensraumzerstörung bedroht. Mit einem Gorilla Permit können wir zu ihrem Schutz beitragen.

Das Gefühl, das man hat – in dem Moment, wenn man einem Gorilla gegenüber steht, ist unbeschreiblich. Das muss Jeder einmal selbst erlebt haben. Wenn Du einem Gorilla einmal in die Augen geblickt hast, vergisst Du dieses berührende Gefühl ein Leben lang nicht mehr. Diese wundervollen Tiere müssen wir schützen.

Gorilla Trekking
Ein Blick in die Augen eines Gorillas, berührt die Seele.
Gorilla Trekking
Gorilla Weibchen mit Baby
Gorilla Trekking
Dem Kleinen ist es auch zu nass.
Gorilla Trekking
Mitten im Dschungel bei den Gorillas – Unbeschreiblich!

Rückweg

Wir machen uns nach 1 Stunde wieder auf den Rückweg. Dieser gestaltet sich um ein ganzes Stück schwieriger als der Hinweg. Wir mussten alles wieder hoch, was wir runtergelaufen sind. Mit viel Regen und sehr schlammigem Boden keine leichte Sache.

Der Rückweg brachte uns stark an unsere Grenzen und wir waren sehr froh, als wir die Tour geschafft haben. Unser Guide war sehr stolz auf uns, dass wir bei diesen schweren Bedingungen die Tour so gut gemeistert haben. Er erzählte uns, dass es öfter mal vorkommt, dass sich die Leute selbst überschätzen und mit einem Hubschrauber aus dem Regenwald dann abgeholt werden müssen. Die Schwere Tour solltet ihr nur machen, wenn ihr gesundheitlich in einem guten Zustand und körperlich wirklich fit seid.

Zurück im Camp geht es kurz unter die Dusche und zur Feier des Tages gib es ein kaltes Bier. Eine unvergessliche Erfahrung die wir mit dem Gorilla Trekking machen durften. Unbeschreibliche und beeindruckende Augenblicke die wir erleben durften. Eine Tour die uns an unsere Grenzen gebracht hat – im positiven Sinne. Ein Abenteuer, dass wir gerne ein zweites Mal erleben möchten.

Gorilla Trekking Uganda
Fix und Fertig aber Glücklich 🙂

Video zum Gorilla Trekking

Kann ich ein Gorilla-Permit selbst buchen?

Das Permit beantragt man theoretisch direkt bei der Uganda Wildlife Authority in Kampala, allerdings wird eindringlich empfohlen, ein Komplettpaket mit einem Safari-Anbieter zu buchen. Damit erleichtert man sich selbst die Logistik und den Transfer zur jeweiligen Gorilla-Gruppe. Wer das Tracking auf eigene Faust organisieren will, erntet am Ende mehr Umstände als Kostenersparnis.

Es kann passieren, dass die zugewiesene habituierte Familie fernab der eigenen Unterkunft liegt und damit eine umständliche Anreise verbunden ist, denn die Straßen nach Bwindi sind nicht immer einfach zu befahren, da der Park weit abseits liegt und für Individualtouristen schwer zugänglich ist.

Safari-Anbieter berechnen normalerweise eine Extra-Gebühr von 60 bis 100 US-Dollar für das Beschaffen eines Permits, da dieser viel organisatorischen Aufwand bedeutet: Telefonate, Registrierung, Money-Transfer, Abholen und Zustellen an die Safari-Touristen. Wer weitere Leistungen wie etwa Transfer/Unterkunft über den Safari-Anbieter bucht, also ein Komplettpaket, bekommt diese Extra-Gebühr in der Regel erstattet. (Quelle: Uganda.de)

Tag 5 & 6 | Queen Elizabeth Nationalpark

Wir verabschieden uns vom Bwindi Impenetrable Nationalpark und machen uns weiter auf in Richtung Queen Elizabeth Nationalpark.

Die Fahrt führt uns entlang der mystischen Ruwenzori Bergkette mit ihrer teils schneebedeckten Bergkuppen. Einen atemberaubenden Blick den wir auf die „Mondberge“ bekommen.

Uganda teilt sich mit der Demokratischen Republik Kongo das kaum bekannte, Ruwenzori-Gebirge. Genau auf der Grenze der beiden Länder liegt dieses etwa 120 mal 50 km große Hochgebirge mit einigen der anstrengendsten Trekking-Pfaden weltweit. Dort gibt es fünf Berge, deren Gipfel knapp unter 5.000 m hoch sind – und den Mount Stanley, der mit 5.109 m nach Kilimanjaro und Mount Kenya als dritthöchster Berg Afrikas gilt.

Diese fast ständig unter Wolken verborgene Bergkette ist anders als jede andere Region auf der Welt. Es sind die vielen hohen, eisbedeckten Gipfel, die so nah am Äquator sind und der fantastische Urwald drum herum, was die Region so besonders macht.

Am Ruwenzori Gebirge vorbei kommen wir als Nächstes im Queen Elizabeth Nationalpark an. Der Nationalpark ist stark geprägt durch das Schmelzwasser der Gletscher. Die dortigen zwei großen Seen – Lake George & Lake Edward – bilden die Heimat für zahlreiche Nilpferde. Offene Savannenlandschaften bieten Lebensraum für Elefanten, Löwen und Büffel. Die Vogelvielfalt hier, ist die größte in ganz Afrika.

Lake George - Queen Elizabeth Nationalpark
Lake George – Queen Elizabeth Nationalpark

Tag 5 – Safari im Ishasha Sektor

Bevor es in unsere Unterkunft die Baboon Safari Resort geht, unternehmen wir noch eine Safari durch den Ishasha Sektor. Der Ishasha Sektor ist vor allem für seine baumkletternden Löwen bekannt, die hin und wieder im südlichen Teil des Sektors auf Feigenbäumen gesehen werden. Die Baumkletterlöwen in der Ishasha-Region sind eine Seltenheit. Auf der ganzen Welt gibt es nur zwei Orte, an denen Populationen dieser baumkletternden Löwen zu finden sind, einer im Lake Manyara-Nationalpark in Tansania und der andere im Ishasha-Sektor im Queen Elizabeth-Nationalpark.

Warum die Löwen auf Bäume klettern, liegt wahrscheinlich daran, um die Tse-Tse Fliegen und andere Insekten fernzuhalten. Auch klettern sie wahrscheinlich wegen der kühlen Brise, die weiter oben weht auf die Bäume.

Leider hatten wir kein Glück einen Löwen auf einem Baum zu sehen. Dafür aber auf dem Boden und ganz viele Elefanten, Antilopen, Wasserbüffel und ein paar Nilpferde. 🙂

Der Queen Elizabeth Nationalpark ist der beliebteste und am meisten bereiste Nationalpark in Uganda.

Leierantilopen - Queen Elizabeth Nationalpark
Topis auch Leierantilopen genannt – Queen Elizabeth Nationalpark
Elefant Queen Elizabeth Nationalpark
Elefant Queen Elizabeth Nationalpark
Löwe - Queen Elizabeth Nationalpark
Löwe – Queen Elizabeth Nationalpark

Tag 6 – Safari & Bootsafari auf dem Kazinga Kanal

Nach dem Frühstück geht es nochmal los auf Safari Tour durch den Queen Elizabeth Nationalpark mit einer anschließendem Bootstour auf dem Kazinga Kanal.

Der Kanal verbindet auf natürliche Weise den Lake Edward & den Lake George miteinander. Beide Seen sind die Größten Seen im Queen Elizabeth Nationalpark, wie oben erwähnt.

Entdecken könnt ihr unter anderem auf dieser abenteuerlichen Bootsfahrt: Nilpferde, Krokodile, Pelikane, Kormorane, verschiedene Vogelarten und Wasserbüffel.

Der Kazinga Kanal ist ein wahres Paradies für Flusspferde.

Top Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten im Queen Elizabeth Nationalpark

Eintritt für den Queen Elizabeth Nationalpark 40US$ p.P.

  • Safari durch die Savanne des Queen Elizabeth Nationalparks (Tagessafari 20US$ p.P. / Nachtsafari 30US$ p.P.)
  • Besuch der baumkletternden Löwen im Ishasha Sektor
  • Bootsfahrt auf dem Kazinga Kanal (30US$ p.P.)
  • Besuch des Lake Edward & Lake George
  • Schimpansen Trekking – Eigentlich ist der Kibale Forest der Place-To-Be, wenn es um Schimpansen und andere Primaten geht, aber auch im Queen Elizabeth Nationalpark kannst du diese faszinierenden Tiere sehen. Hier kostet das Trekking auch nur ein Viertel von dem, was es in Kibale kostet. (50US$ p.P.)
  • Nature Guided Walk = Eine Fußsafari. (15US$ p.P.)
  • Abgesehen von den Tagessafaris benötigst du für alle anderen Aktivitäten einen Parkranger zu deiner Sicherheit als Begleitung. Die Gebühren sind direkt ans Park Office zu zahlen, wenn sie nicht im Reisepreis mit inbegriffen sind.
Nimmersatt - Kazinga Kanal
Nimmersatt – Kazinga Kanal
Nilpferd mit Jungem - Kazinga Kanal
Nilpferd mit Jungem – Kazinga Kanal
Wasserbüffel - Kazinga Kanal
Wasserbüffel – Kazinga Kanal

Video Bootsafari Kazinga Kanal

Tag 7 & 8 | Kibale Forest Nationalpark / Schimpansen Trekking

Nach unserer 2-tägigen Safaritour durch den Queen Elizabeth Nationalpark geht es nun zu unserem letzten Highlight unserer Uganda Reise – dem Schimpansen Trekking im Kibale Forest Nationalpark. Wir übernachten 2 Tage in einer wunderschönen Hütte der Kibale Guest Cottages. Unsere Unterkunft liegt nur 5 Minuten vom Start des Schimpansen Trekkings und 5 Minuten für eine Wanderung durch die Bigodi Sümpfe entfernt.

Der Kibale Forest Nationalpark befindet sich in Westuganda in der Nähe von Fort Portal und besteht aus Berg- und Regenwald mit eingeschlossenen Sumpf- und Graslandabschnitten. Der Park wurde 1993 gegründet. Er steht in direkter Verbindung mit dem Queen Elizabeth Nationalpark und bietet eine gute Gelegenheit beide Nationalparks zu besuchen. Der Kibale Forest beherbergt eine der höchsten Primatendichten weltweit. Außerdem beherbergt er noch viele verschiedene Vogelarten, Schmetterlingsarten, Buschböcke, Ducker, Pinselohrschweine, Zibetkatzen, Kaffernbüffel und Riesenwaldschweine.

Zu den häufigsten Primaten der Region zählen die Guerezas, Diademmeerkatzen, Bushbabys, Vollbartmeerkatzen, Schwarzbackige Weißnasen und Rote, Schwarze und Weiße Colobus Affen.

Kibale Guest Cottages
Unsere Hütte – Kibale Guest Cottages

Tag 7 – Bigodi Sümpfe

Heute machen wir erst noch eine kleine Wanderung durch die Bigodi Sümpfe, bevor es morgen zum Schimpansen Trekking geht. Das sogenannte Bigodi Wetlands Sanctuary liegt in den Magombe Sümpfen am östlichen Rand des Kibale Nationalparks. 5km lange Holzstege führen durch das Feuchtbiotop. Dort gibt es eine Vielzahl an Vogelarten wie z.B. den Riesenturakos, Nashornvögel & Nektarvögel. Die hohe biologische Vielfalt des Sumpfgebietes beinhaltet aber nicht nur viele Vogelarten, sondern auch viele Affenarten wie den Pavian, den Rote Colobus-Affen, den Schwarzweiß-Colobus-Affen, Grünmeerkatzen, Rotschwanzmeerkatzen, L’Hoest-Affen, Stummelaffen & Rußmangaben.

Die Bigodi Sümpfe sind mit den Mabamba Sümpfen ein sehr faszinierendes Ökosystem. Beide Sumpflandschaften sind ein „Must-Have“, wenn ihr in Uganda unterwegs seid.

Die Wanderung ist sehr leicht und einfach. Sie gleicht eher einem Spaziergang als einer Wanderung. Dauer: ca. 2-3 Stunden. Wir haben vor unserer Wanderung Gummistiefel kostenfrei zum Leihen bekommen.

Gorilla Trekking Uganda
Stummelaffe – Bigodi Sümpfe
Nashornvogel
Nashornvogel – Bigodi Sümpfe
Gorilla Trekking Uganda
Uganda Mangabe – Bigodi Sümpfe
Riesenturakos
Riesenturakos – Bigodi Sümpfe

Tag 8 – Schimpansen Trekking

Unser Schimpansen Trekking startet um 8 Uhr morgens am Kanyanchu Visitor Center. Hier müssen wir uns in eine Liste eintragen und bekommen wie auch im Bwindi Nationalpark ein kurzes Briefing/Einweisung, wie wir uns während des Trekkings verhalten sollen. Haben wir eine Schimpansen Gruppe ausfindig gemacht, dürfen wir – wie auch beim Gorilla Trekking, 1 Stunde bleiben. Es dürfen max. 6 Personen in einer Trekking Gruppe sein.

Ich finde die Regelung mit der Stunde und der begrenzen Personenanzahl super und sehr wichtig. So können die Tiere weitgehendst ungestört und geschützt leben.

Schimpansen Trekking Kibale
Verhaltensregeln für das Schimpansen Trekking

WICHTIG!

Stopft Euch euere lange Hose sehr gut in die Schuhe und schnürt sie gut zu. Im Kibale Forest gibt es einige „nette“ Rote Ameisen, mit denen nicht zu spaßen ist. Diese kleinen Biester können ganz schön zubeißen. Diese Erfahrung durften wir selbst machen. 😀

Mit unsere Rangerin wandern wir durch den Kibale Forest und sind immer wieder erstaunt, wie wahnsinnig vielfältig der Regenwald ist. Die Bäume hier sehen richtig urig aus und die Äste der Bäume wachsen richtig verschnörkelt. Das sieht so klasse aus!

Regenwald Uganda
Bäume – Kibale Forest
Regenwald Uganda
Bäume – Kibale Forest

Die Ranger im Kibale Forest stehen im ständigen Funkkontakt mit anderen Rangern und machen so die Schimpansen Gruppen ausfindig. Nach gut einer Stunde finden wir eine Gruppe Schimpansen, die sich auf den Bäumen aufhält. Es wird lauthals gezankt und inmitten des ganzen Trubels sitzt ein Schimpanse, der sich in seiner Ruhe nicht von den anderen stören lässt. Er frisst genüsslich seine Früchte. Wir haben gehofft, dass Einer von den Schimpansen von den Bäumen auf den Boden kommt. Da hatte aber keiner von ihnen so richtig Lust drauf an diesem Tag. Im Blätterdach der Bäume war es an diesem Tag auch angenehmer und trockener als am Boden. 🙂

Schimpansen Trekking Uganda
Schimpanse – Kibale Forest Nationalpark

Video Schimpansen Trekking

Nach einer Stunde – die mir vorgekommen ist, wie ein paar Minuten machen wir uns leider schon wieder auf den Rückweg zum Kanyanchu Visitor Center.

Mit diesem Rückweg endet auch unsere Uganda Reise.

Zwei immer wieder gestellte Fragen möchte ich an dieser Stelle beantworten:

Was ist der Unterschied zwischen einem Gorilla & Schimpansen Trekking?

• Trekking Gruppengröße: Schimpansen: 6 Personen – Gorilla: 8 Personen. (inkl. Begleitteam)

• Für das Schimpansen Trekking ist ein Mindestalter von 12 Jahre – beim Gorlla Trekking von 15 Jahren vorgeschrieben.

• Der Abstand von 8 Metern muss beim Schimpansen Trekking – beim Gorilla Trekking von 7 Metern eingehalten werden. (Die Tiere können sich allerdings von selbst nähern)

• Das Gorilla Trekking ist körperlich um einiges anstrengender als das Schimpansen Trekking.

Ist das Gorilla Trekking & Schimpansen Trekking gefährlich?

Ganz klares Nein! Wer sich an die Anweisungen der Ranger & Guides hält, hat nicht zu befürchten. Weder bei den Gorillas noch bei den Schimpansen.

Eher gefährlich sind die Waldelefanten. Diese scheuen Tiere sieht man zwar sehr selten aber sie sind agressiv. Genau dafür habt ihr für den Fall der Fälle immer einen bewaffneten Ranger zur Sicherheit dabei.

Waldelefant Uganda
Waldelefant Uganda – Der hatte mehr Angst vor uns als wir vor ihm

Fazit zu unserer Uganda Reise

Wer nach einem Abenteuer Urlaub mit spektakulären Eindrücken – fernab vom Massentourismus sucht, ist in Uganda genau richtig!

Uganda hat uns sehr faziniert und wir möchten auf jeden Fall, wenn es sich ergibt noch einmal ein Gorilla Trekking im Bwindi Nationalpark machen.

Das Gorilla Trekking ist nicht günstig allerdings muss man sagen, dass die 700US$ hauptsächlich in den Tierschutz investiert werden. Mit dem Kauf eines Gorilla Permit/Genehmigung leistet man einen wertvollen Beitrag zum Schutz dieser wunderbaren Tiere.

Vielleicht können wir uns den Traum einer Gorilla Habituation Experience beim zweiten Besuch der Gorillas im Bwindi Nationalpark erfüllen. 🙂

Bei einer Gorilla Habituation Experience darf man 4 Stunden mit den Gorillas verbringen statt nur 1 Stunde. Dieses Trekking muss speziell angefragt werden. Kosten: ca. 1500US$

Bei der Gorilla Habituation – die von geschulten Parkwächtern der ugandischen Wildtierbehörde durchgeführt wird, werden die Gorillas an Menschen gewöhnt. Die meisten Teilnehmer solch eines Trekkings sind Forscher, die mehr über die Berggorillas erfahren möchten.

Gorilla Trekking Ugana
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