Safari Panzernashorn Bardia und Chitwan Nationalpark Erfahrungen

Safari im Bardia- und Chitwan Nationalpark in Nepal

24.03.2024 / Asien, Reiseziele
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Meine Tipps und Erfahrungen für eine Safari durch die 2 bekanntesten und schönsten Nationalparks in Nepal. Wenn Du Panzernashörner sehen willst, hast du die die größte Chance dafür im Chitwan Nationalpark, denn dort lebt die größte Population an Panzernashörnern. Im Bardia Nationalpark hast Du hingegen eine höhere Chance Tiger zu sehen, denn hier lebt die größte Population an Tigern in Nepal. Panzernashörner und Tiger gibt es jedoch in beiden Nationalparks – im Bardia Nationalpark als auch im Chitwan Nationalpark, man muss sie nur finden. 😀

Der Bardia Nationalpark

Der eher noch wenig touristische Bardia Nationalpark befindet sich im Süd-Westen von Nepal in der Nähe der Stadt Nepalgunj. Er ist mit 968 km² der größte Nationalpark in Nepals Terai.

3 Tage haben wir im Bardia Nationalpark verbracht. Vorher musste mir allerdings erstmal von Kathmandu ca. 40 Minuten nach Nepalgunj fliegen.

FLUG-TIPP: Bei gutem Wetter kannst Du, wenn Du einen Sitzplatz auf der rechten Seite im Flieger buchst, das Himalaya sehen.

Vom Flughafen sind wir knapp 1 Stunde mit dem Auto in den Bardia Nationalpark gefahren. Dort angekommen und nach Bezug unserer Lodge, haben wir einen kleinen Spaziergang durchs Dorf gemacht bis zum Girwa River einem Fluss ganz in der Nähe unserer Lodge. Dort haben wir geschaut, ob wir schon mal ein paar Tiere sehen und haben dem Sonnenuntergang zugeschaut.

Danach haben wir uns zum Abendessen „Dal Bhat“ bestellt, welches traditionell von den Einheimischen mit den Fingern gegessen. und wir haben diese Tradition auch gleich mal ausprobiert. 🙂 Meine Erkenntnis: Mit den Fingern esse ich definitiv langsamer und bewusster, was ich auch mit Besteck tun sollte. 😀

Nach dem Abendessen haben wir von den „Tharus“ – einer indigenen Volkgruppe im Süden Nepals, eine kleine Tanzshow zum Ausklang des 1. Tages in Bardia bekommen.

Fußsafari durch den Bardia Nationalpark

An Tag 2 im Bardia Nationalpark sind wir Frühmorgens nach einem reichhaltigen Frühstück zu unserer Fußsafari durch den Nationalpark aufgebrochen. Bis zum Eingang des Nationalparks sind wir mit dem Auto gefahren danach gings zu Fuß weiter.

Fusssafari im Bardia Nationalpark
Fusssafari am frühen Morgen auf gut angelegten Wanderwegen mit unserem Ranger

Der Bardia Nationalpark ist bekannt für seine hohe Tigerpopulation und die Chance einen zu sehen soll hier am höchsten sein.

Auf der gesamten Safari sind wir größtenteils gut angelegten Wanderwegen durch den Nationalpark gefolgt. Das war ganz anders als bei unserem Gorilla Trekking in Uganda damals, bei dem wir uns den Weg mit einer Machete freischlagen mussten. 😀

Die Landschaft des Bardia Nationalparks ist ein Traum. Gräser, Wiesen, alte Bäume, Wasserbetten uvm. Kannst Du hier im Nationalpark entdecken. Wir waren an mehreren Aussichtspunkten und haben dort auf Tierbegegnungen gewartet mit Erfolg.

An diesem Tag haben wir jede Menge Tigerspuren gefunden hatten allerdings kein Glück einen Tiger zu sehen. Dafür haben wir ein Panzernashorn von einem Aussichtsturm in der Ferne sehen können und 2 Elefanten. Außerdem habe ich einen Bienenfresser endlich in freier Wildbahn sehen dürfen und ich war schnell genug, um ihn auf die Speicherkarte zu bekommen. Ist zwar kein Tiger und war trotzdem mein Tageshighlight mit dem Panzernashorn gewesen. 😊

↓ Über die Fusssafari findest Du auch ein Video auf meinem Youtube Kanal. 🙂

Jeep Safari durch den Bardia Nationalpark

Auch am 3. Tag sind wir wieder früh morgens von unserer Lodge mit dem Jeep in den Nationalpark gefahren. Den ganzen Tag waren wir mit dem Jeep unterwegs und haben immer wieder an guten Aussichtsplattformen einen Stop gemacht um Tiere zu beobachten.

Sehr viele Rehe, ein paar Affen und einige Vögel konnten wir entdecken leider kein weiteres Panzernashorn oder einen Tiger, obwohl wir wieder sehr viele Tigerspuren und Nashornspuren gesichtet haben. Manchmal hat man kein Glück und wir haben jetzt einen weiteren Grund nochmal nach Nepal zu kommen. 😊

Mein Highlight an diesem Tag waren dennoch die beiden Aussichtsplattformen, die uns eine traumhafte und unendlich weite Panoramaaussicht über den Bardia Nationalpark boten. Ein Aussichtspunkt lag am Karnali River an dem wir ein leckeres Mittagessen „With a View“ hatten. Die frühe Morgenstunde war ebenfalls ein Traum. Wie das warme Licht durch die Bäume strahlte war absolut traumhaft!

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Der (königliche) Chitwan Nationalpark

Im südlichen Terai Nepals in der Nähe der Stadt Biratnagar findest Du den Chitwan Nationalpark, der am beliebtesten bei den Touristen in Nepal ist. Früher wurde er sogar Royal Chitwan Nationalpark genannt, bevor er umbenannt wurde.

Als wir vom Bardia Nationalpark aufgebrochen sind Richtung Chitwan haben wir noch einen Zwischenstopp von 1 Tag in Lumbini eingelegt dem Geburtsort von Buddha (Hierzu wird es auch einen Blogartikel geben). Von dort aus sind wir nach einer knapp 5–6-stündigen Autofahrt im Chitwan Nationalpark angekommen.

Wir haben unsere Lodge bezogen, haben Mittag gegessen und sind dann mit einem Guide auf einen kleinen Dorfspaziergang aufgebrochen.

Er erzählte uns etwas über die hier lebende Bevölkerung und wie ihr Alltag aussieht. Zum Schluss sind wir noch über eine große Stahlbrücke auf die andere Flussseite gewandert sind dort noch ein wenig rumspaziert und sind dann wieder zurück zu unserer Lodge.

Vor Jahren, als es diese Brücke noch nicht gab, sind die Menschen mit Kanus auf die andere Seite gefahren.

Fuß- und Jeep Safari im Chitwan Nationalpark

An Tag 2 im Nationalpark hatten wir wieder eine Privattour durch den Dschungel. Vormittags war eine Fuß-Safari geplant und nachmittags eine Jeep Safari durch den Nationalpark.

Zuerst sind wir über den Rapid Fluss mit dem Boot gefahren. Dort konnten wir schon Krokodile, Pfauen und weitere verschiedene Vogelarten sehen.

Die Stimmung an diesem Morgen auf dem Fluss war richtig mystisch. Nach knapp 1 Stunde haben wir am Flussufer angelegt, an dem auch die Stahlbrücke vom Vortag war.

Zu Fuß ging es weiter durch den Dschungel in der Hoffnung heute endlich ein Panzernashorn von Nahem zu sehen. Lange waren wir nicht auf der Pirsch und schon haben wir unser erstes Panzernashorn gesehen. Unglaublich dieses Gefühl, wenn Du dieses mächtige Tier in freier Wildbahn siehst. Sogar ein 2. Nashorn haben wir noch gesehen.

Auf der weiteren Fußpirsch haben wir kein weiteres Nashorn mehr gesehen. Wir hofften nochmal ein paar Panzernashörner nachmittags auf der Jeep Safari zu sehen und vielleicht auch einen Tiger, auch wenn die Tiger-Population hier viel geringer ist als im Bardia. 😊

Nashorn Chitwan Nationalpark
Nashorn Nr. 2

Nachmittags hatten wir dann nochmal das Glück, gleich zu Beginn der Jeep-Safari ein weiteres Panzernashorn von ganz nah zu sehen.

Auf der Jeep-Fahrt haben wir außerdem wieder einige Rehe und Affen gesehen und auch 2 Ganges-Gaviale – die sehr selten sind das man sie sieht! 😊

Eine Nashorn-Mama und ihr Junges konnten wir zum Schluss auch noch entdecken und das war für uns der perfekter Abschluss eines sehr spannnenden und aufregenden Tages.

Übernachten im Dschungelturm im Chitwan Nationalpark

Am 3. Tag im Chitwan Nationalpark haben wir morgens nochmal eine kleine Fußsafari durch den Nationalpark gemacht, hauptsächlich um Vögel dieses Mal zu entdecken.

Mein Wunsch einen Bienenfresser mal zu fotografieren, ging an diesem Morgen ein weiteres Mal in Erfüllung. Weitere Vogelarten wie Papageien konnten wir auch sehen und viele andere Vögel sehr oft hören aber nicht sehen, weil sie zu weit weg waren. 😊

Den Mittag haben wir in unserer Lodge verbracht und am späten Nachmittag haben wir uns zu Fuß auf den Weg in Richtung Dschungelturm aufgemacht. Knapp 30-45 Minuten sind wir durch den Dschungel gelaufen, bis wir am Turm angekommen sind.

Im Park befinden sich viele solcher Dschungeltürme, in denen Du übernachten kannst. Unser Turm soll lt. unserem Guide aber eine ganz besonders gute Aussicht haben. Leider gibt es für die Türme keinen Namen, so dass ich Dir jetzt leider nicht sagen kann, wie unser Turm geheißen hat, aber vielleicht hilft Dir trotzdem das Foto des Turms.

Dschungelturm-Tipp: Falls Du auch in einem Dschungelturm übernachten möchtest, würde ich frühzeitig buchen. In so einem Turm übernachtest Du nicht nur zu 2. In unserem Turm war z.B. Platz für 3 Parteien (2 Paare und eine Familie mit 2 Kindern). Ich denke das wird bei den anderen Türmen teils auch der Fall sein.

Mit den Leuten, mit denen wir im Dschungelturm waren, gab es keinerlei Probleme und jeder war sehr leise, so dass wir die Stille des Dschungels und die Aussicht sehr genießen konnten.

Der Dschungelturm hatte ein Waschbecken mit fließendem Wasser, einen Spiegel und eine voll funktionsfähige Toilette. Zu Essen hatten unsere Guides ein Essenspaket mit etwas zu Trinken für Jeden von uns dabei. Unsere einfachen Zimmer waren mit einem Doppelbett inkl. Kopfkissen und dicker Decke und einem Moskitonetz ausgestattet. Vor dem Zimmer hatten wir jeweils 2 Stühle stehen.

Ein paar Rehe und 1 Nashorn konnten wir in weiter Ferne mit dem Fernglas beobachten. Zum Fotografieren war das Nashorn leider für mich zu weit weg, die Rehe habe ich noch so erwischt. Auf dem Rückweg hatten wir allerdings wieder etwas „Nashorn-Glück“ 😉

Nach einer schönen ruhigen Nacht im Dschungelturm sind wir gegen 8 Uhr zurück zu unserer Lodge und von dort aus ging unsere Reise weiter nach Pokhara.

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Mein Fazit zum Bardia- und Chitwan Nationalpark

Mir haben beide Parks sehr gut gefallen. Im Bardia Nationalpark sind viel weniger Touristen unterwegs als im Chitwan. Hier ist man fast allein unterwegs.

Bei der Bootstour auf dem Rapid Fluss im Chitwan Nationalpark haben wir am Flussufer sehr viele Touristen vorgefunden, so dass wir gedacht haben „Bei so vielen Leuten werden wir keine Tiere sehen“. Das hat sich aber alles sehr gut auf dem Fluss verlaufen und auch bei der Fuß-Safari.

Bei der Jeep Safari durch den Chitwan Nationalpark fährst Du auch nicht nur allein mit dem Jeep durch den Park, sondern teils auch schon mal in einer Kolonne. Das scheint die Tiere dort allerdings nicht zu stören und sie sind die vielen Touristen gewohnt.

EIN KLEINER TIPP ZUM SCHLUSS: Wenn Du die Möglichkeit hast eine Privatreise durch Nepal oder auch nur eine Privattour durch die Nationalparks zu buchen für wenig Aufpreis – so wie bei uns das der Fall war, dann mach das definitiv, das ist bei den Safaris Gold wert!

Eine Privattour mit eigenem Guide durch die Nationalparks ist viel schöner und du hast bei den Fuß-Safaris eine viel bessere Chance Tiere zu sehen, als wenn Du in einer großen Gruppe unterwegs bist.

Allgemein ist es allein mit einem eigenen Guide immer viel schöner zu Reisen und Du hast so viel mehr Möglichkeiten die Tage zu gestalten als, wenn Du in einer Gruppe unterwegs bist.

Mit unserem Reiseguide Nischal hatten wir riesiges Glück. Wir haben in 16 Tagen unglaublich viel gelacht und Spaß gehabt. Nischal hatte ein unglaublich gutes Wissen und er war der Erste, der auf unserer Fusssafari das Nashorn gesehen hat. Er macht sich also auch sehr gut als Ranger. 😀 Normalerweise ist er in den Bergen des Himalayas (Mount Everest, Annapurna usw.) unterwegs, es verschlägt in ab und zu aber auch mal ins Terai. Auf seinem Instagram Profil kannst Du Nischal anschreiben, falls Du Interesse an einem Tourguide hast. 🙂

Plane, entdecke und erlebe 💚 Bis zum nächsten Blogartikel! Deine Ramona 😉

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