Sehenswürdigkeit Essing Altmühltal

Altmühltal: Meine Top 4 Sehenswürdigkeiten in Essing

Das Altmühltal bei Essing – auch Naturpark Altmühltal genannt hat so einige schöne Sehenswürdigkeiten zu bieten. Für Naturgenießer rund 200 km lange Panoramawanderwege und für Geschichts- & Kulturfans eine 80.000-jährige Vorgeschichte mit vielen archäologischen Stätten. In Essing kann Jeder etwas Entdecken.

Meine Top 4 der schönsten Sehenswürdigkeiten in Essing stelle ich Euch heute vor.

1.) – Die Tatzlwurmbrücke

Sehenswürdigkeit Tatzlwurmbrücke in Essing im Altmühltal
Die Tatzlwurmbrücke in Essing im Altmühltal – Rechts oben ist die Burg Randeck zu sehen.

Deutschlands längste geschwungene Holzbrücke mit 193 Metern und das heimliche Wahrzeichen von Essing.

Die Tatzlwurmbrücke wurde 1986 gebaut und war bis 2006 die längste Holzbrücke Europas. Die Beschilderung vor Ort beschreibt das auch noch. Das stimmt allerdings nicht mehr. 🙂 Sie wurde 2006 nämlich vom Drachenschwanz in Ronneburg mit 225 Metern abgelöst und ist somit leider nur noch die zweit größte Holzbrücke Europas. Schöner als der Drachenschwanz ist sie auf jeden Fall. Für mich eine der schönsten Holzbrücken, die ich bisher gesehen habe.

Den Namen „Tatzlwurm“ hat die Brücke seiner geschwungenen Form zu verdanken, die an einen „Tatzlwurm“ – ein drachenähnliches Fabeltier erinnert.

Die Brücke überspannt den Main-Donau-Kanal und verbindet beide Seiten von Essing für Radfahrer und Fußgänger miteinander. Wenn es nötig sein sollte, kann die Brücke sogar mit einem Kraftfahrzeug befahren werden.

Für Rollstuhlfahrer ist die Brücke ohne Probleme befahrbar. Ich empfehle eine Begleitperson mitzunehmen, da die Brücke durch seine geschwungene Form immer wieder Steigungen hat.

Von der Tatzlwurmbrücke aus könnt ihr – auf der Marktseite, weiter zum Blautopf wandern oder auf der gegenüberliegenden Seite, den Altmühltal Panoramaweg bis nach Weltenburg (7,5 km) oder Kelheim (12km) wandern. Auch einige Radtouren könnt ihr hier machen.

2.) Der Blautopf

Sehenswürdigkeit Blautopf in Essing im Altmühltal
Der Blautopf

Ist ein typisches geologisches Phänomen und wird auch als Quelltopf oder Karstquelle bezeichnet. Quelltöpfe in großen kesselartigen Vertiefungen werden als Blautöpfe bezeichnet. Seine Smaragdgrüne-tiefblaue Farbe hat der Blautopf durch die hohe Sichttiefe des sehr klaren Wassers.

Woher kommt das Quellwasser des Blautopfes?

In den Dolinen (Sinkhöhlen) von Maierhofen im Altmühltal sinkt Wasser ein, durchfließt das Gestein und kommt nach einer kurzen Verweildauer von 3-14 Tagen an den Felsen des Altmühltalgrundes in sogenannten Karstquellen/Quelltöpfen wieder zum Vorschein.

Früher wurden diese Quellen zur Wasserversorgung für Mensch & Tier und später auch zur Stromerzeugung verwendet.

Heute speist der Blautopf die noch vorhandene Restaltmühl vor Essing im Altmühltal.

1692 versiegte die Blautopfquelle aus unerklärlichen Gründen. In Erfüllung eines Gelöbnisses wurde eine kleine Kapelle gebaut. Seither läuft der Bach wieder regelmäßig. Aus Dankbarkeit wurde die Weihermühlkapelle von den nachfolgenden Besitzern erhalten.

Der Blautopf befindet sich noch heute in Privatbesitz. Zum Blautopf kommt ihr von der Tatzlwurmbrücke aus sehr schnell und einfach. Der Weg zur Quelle ist ab hier sehr gut ausgeschildert. Die Besichtigung des Blautopfes ist kostenfrei.

3.) Burg Randeck

Burg Randeck – Essing im Altmühltal

Von der Burg Randeck aus habt ihr einen traumhaft schönen Panoramaausblick auf Essing und den Main-Donau-Kanal. Sogar die Tatzlwurmbrücke könnt ihr vom Bergfried (unbewohnten Hauptturm/ Wehrturm einer mittelalterlichen Burg) aus sehen.

Einkehren könnt ihr an der gegenüber liegenden Ritterschänke. Über eine kleine Holzbrücke gelangt ihr gegen ein kleines Eintrittsgeld von 2 € für Erwachsene und 1 € für Kinder an der „Vertrauenskasse“ der Eingangstüre in die Burganlage. Der kleine Obolus dient zur Instandhaltung der Burgruine.

Wissenswertes zur Burg Randeck:

Die Burg Randeck zählt zu den ältesten Burganlangen Bayerns. In der früheren Geschichte Randecks, liegt manches noch im Ungewissen. Geschichtlicher Boden entsteht mit Ulrich dem I. von Abensberg († 1298). Es folgen Ulrich der II. und Ulrich der III.

Ulrich dem III. hat Essing einiges zu Verdanken. Die hohe Gunst von Kaiser Ludwig der Bayer für seinen Abensberger verleiht Ulrich dem III. und seinen Erben das Recht, Essing mit allen Freiheiten und Gewohnheiten zum Markt zu erheben.

1336 verleiht Ulrich der III. Essing das Marktrecht. Die Burg Randeck hatte im Laufe der Jahrhunderte – wie auch die Burg Eggersberg in Riedenburg im Altmühltal, so einige Besitzer.

Weitere wichtige Herrscher der Burg Randeck waren Herzog Wilhelm der IV. und Leonhard von Eck. Die am Eingang noch heute sichtbare Inschrift „Wenn Gott die Burg nicht mehr bewacht, bewacht sie niemand mehr“ stammt von Leonhard von Eck.

Im dreißigjährigen Krieg wurde nach langer Belagerung die Burg Randeck niedergebrannt. 1996 verkaufte der Freistaat Bayern im Zuge von Privatisierungsmaßnahmen die Burg an den Markt Essing.

Eintrittspreise Burg Randeck

Erwachsene: 2 Euro | Kinder: 1 Euro

Öffnungszeiten Burg Randeck

01. April bis 31. Oktober
09:30 bis 18:00 Uhr

Ausblick von der Burg Randeck auf die Tatzlwurmbrücke und den Main-Donau-Kanal

4.) Bruck mit Bruckturm

Bruck und Bruckturm in Essing
Bruck mit Bruckturm oder auch alte Holzbrücke in Essing

„Essing ohne Bruck ist wie a Ross ohne G´schirr“. Die Bruck wird auch als „Fotografierbrücke“ von Essing bezeichnet.

Mit ihrem sehr gut erhaltenen Bruckturm und der beeindruckenden Felswand im Hintergrund, auf der die Burg Randeck thront, ist sie ein traumhaft schönes Postkartenmotiv.

46 Meter ist die Brücke lang und sie ist heute ein historisches Denkmalstück. Der Bruckturm trägt zwar gotische Merkmale trotzdem geht die Brücke sicher auf Ortsgründungszeiten zurück. Für den Markt, ist die Brücke solange man weiß, eine „Kummerbrücke“ den irgendwas ist immer kaputt. Es gibt keinen Marktrechnung, auf der keine Reparaturkosten für die Brücke stehen. Es gibt sogar eine Wohnung im Bruckturm die man über die überdachte Außentreppe erreicht.

Essing im Altmühltal hat natürlich nicht nur 4 Sehenswürdigkeiten zu bieten, sondern viele mehr! Diese 4 Sehenswürdigkeiten haben mich bisher jedoch am meisten in Essing beeindruckt.

Wandertipp:

Wenn ihr am Marktplatz in Essing parkt, könnt ihr eine kleine Rundwanderung machen und alle 4 Sehenswürdigkeiten miteinander verbinden. Ihr wandert vom Marktplatz aus über die Bruck / alte Holzbrücke der Beschilderung nach zur Tatzlwurmbrücke. Der Beschilderung an der Tatzlwurmbrücke zum Blautopf folgt ihr weiter bis zum Blautopf. Vom Blautopf aus folgt ihr der Beschilderung zur Burg Randeck.

→ Die komplette Rundwanderung inkl. Wanderkarte könnt ihr Euch auf meinem Outdooractive Profil ansehen und kostenlos ausdrucken.

Warst Du schon mal in Essing? Welche Sehenswürdigkeiten kannst Du noch empfehlen? Schreib es mir gerne unten in die Kommentare. 🙂

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