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Naturschutzgebiet Klamm & Kastlhäng | Burg Prunn

Tourendetails

Startpunkt der Wanderung Burg Prunn / Parken: Kleiner Parkplatz an der Straße „An der Altmühl“ in Riedenburg

Länge: ca. 12 km | Rundwanderweg – Panormamawanderweg

Wanderzeit: ca. 4 Stunden

Schwierigkeit: mittel

Familien- und Kinderfreundlich.

Nicht für Kinderwagen geeignet.

Von Riedenburg zum Naturschutzgebiet Klamm

Vom Parkplatz aus folgt ihr der Straße „An der Altmühl“ bis zum Ende. Ihr überquert die Staatsstraße ST2231 und folgt ca. 25 Meter der Bahnhofstraße, bis ihr in den Postkellerweg einbiegt. Nach ca. 200 Metern verlasst ihr den Postkellerweg und folgt der Beschilderung des Jurasteigs bzw. des Altmühltal-Panoramaweges. Ca. 3,4 Kilometer wandert ihr durch den farnenreichen Wald, bis ihr an der Klamm ankommt. 

Hinweis: Circa nach 3/4 des Weges kam bei uns ein Stück Wald, das eingezäunt war. Hier sind wir rechts am Zaun vorbei und nach ca. 200 Metern konnten wir wieder links weiter auf dem Waldweg Richtung Klamm weiterwandern.

Aussicht auf das Altmühltal
Erster Aussichtspunkt auf das Altmühltal
Wanderweg zur Klamm
Wunderschöner naturreicher Wanderweg
Wegweiser Klamm Riedenburg
Hinweis Schild vor der Klamm

An der Klamm bis zur Oberen Klammhöhle

Am Naturschutzgebiet Klamm angekommen steigt ihr die Steintreppe bis ganz nach oben und macht einen Abstecher auf den Aussichtsfelsen. Vom Aussichtsfelsen aus habt ihr einen ersten Blick auf die gegenüber liegende Burg Prunn. Der Weg führt euch weiter durch das Naturschutzgebiet Klamm und an der Oberen Klammhöhle vorbei.

Die Höhle ist sehr beeindruckend. Wenn ihr eine kleine Kletterpatie einlegen möchtet, könnt ihr in die Höhle klettern. Hier haben Kinder ein paar rotfarbene Handabdrücke hinterlassen, die die Höhle wieder etwas urzeitlicher wirken lassen.

Burg Prunn
Aussicht vom Aussichtsfelsen auf die Burg Prunn
Obere Klammhöhle Naturschutzgebiet Klamm Altmühltal
Die Obere Klammhöhle im Naturschutzgebiet Klamm und Kastlhäng

Vom Naturschutzgebiet Klamm zur Burg Prunn

Der Weg führt weiter durch den Wald hinunter in das Örtchen Einthal. Dort überquert ihr die Brücke über den Main-Donau Kanal und wandert weiter Richtung Nusshausen. In Nusshausen folgt ihr der Treppe, die teilweise steil bergauf zur Burg Prunn führt.

Hinweis: Die Treppe Richtung Burg Prunn, befindet sich zwischen zwei Häusern. Die Beschilderung des Jurasteiges bzw. des Altmühltal Panoramaweges ist zwischen den beiden Häusern aber zu erkennen, wenn man die Augen ein wenig offen hält 😉

Nach dem mühsamen Aufstieg zur Burg werdet ihr mit einem wunderschönen Ausblick auf das Altmühltal belohnt. Ihr könnt die Wanderung für eine rund 45 minütige Burgführung unterbrechen und/oder ihr könnt Euch in der Burgstube für den Rückweg stärken.

Aussicht auf Burg Prunn
Wiesenweg direkt nach der Klamm mit Ausblick auf die Burg Prunn
Wegweiser nach Nußhausen
Wegweiser am Ende des Wiesenweges Richtung Nußhausen

Wissenswertes über die Burg Prunn

Die Burg Prunn steht auf einem nahezu fast senkrecht emporragendem Jurafelsen hoch über dem Tal der Altmühl. So beeindruckend die Burg aus der Ferne aussieht, so beeindruckend sind auch die Ausblicke von der Burg auf das Flusstal der Altmühl. Erstmals erwähnt werden 1037 Herren von Prunn. Sie wählten den Ort der Burg gewiss auch wegen ihrer günstigen Lage an mehreren Verkehrswegen aus. Die Burg selbst stammt aus der Zeit um 1200. Dies war auch die Blütezeit des Burgenbaus. Der 31 Meter hohe Bergfried gehört zu den ältesten Bauteilen der Burg Prunn.

Herzog Ludwig von Bayern erwarb 1288 die Burg von den Herren von Prunn-Laaber. Der Herzog versah in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts das Geschlecht der Fraunberger von Haag mit der Burg. Noch heute ziert das Wappen, der Schimmel auf rotem Hintergrund, sichtbar die Burg.

Die Burg Prunn muss im späten Mittelalter auch kulturell von überregionaler Bedeutung gewesen sein. 1566, nach dem Tod des letzten Fraunberger-Grafen, fand Wiguläus Hund, auf der Burg den Prunner Codex. Dieser ist die viertälteste vollständige Handschrift des Nibelungenliedes. 1575 gelangte die Handschrift nach München in die herzogliche Bibliothek. Heute ist sie in der Bayerischen Staatsbibliothek zu finden.

Wer fand die Handschrift auf Prunn, welche Hinweise gibt es zu den Burgherren, was war der kulturgeschichtliche Kontext, in dem das Nibelungenlied erzählt?

All diese Fragen werden auf einer Führung durch die Burg beantwortet. Im Rundgang der Burg kann eine bunte Abfolge von Themenräumen erlebt werden, verknüpft mit den verschiedenen Motiven des Nibelungenliedes, der Geschichte des Bauwerks und der alltäglichen Lebenswelt seiner Bewohner. Für die Besucher wird anschaulich, im wörtlichen Sinn begreifbar dargestellt, werden z.B. die Themen Jagd, Kleidung, die Rolle der Frauen im Mittelalter und das Recht. An mehreren Stellen lädt die Ausstellung zum Mitmachen ein.

Wir konnten die Ausstellung, als wir da waren, leider aufgrund von Corona nicht besuchen, werden das aber definitiv nachholen. 🙂

Burg Prunn
Wunderschöne Panorama Aussicht von und auf Burg Prunn

Chronik der Burg Prunn

1037 – Erstmalige Erwähnung eines Wernher von Prunn

Um 1200 – Gründungszeit der Burg Prunn

1288 – Wernher VII. von Praiteneck verkauft die Burg für 80 Pfund Regensburger Pfenninge an Herzog Ludwig von Bayern und erhält sie als Lehen zurück.

1338 – Hans I. von Fraunberg von Haag kauft die Burg Prunn

1405 – 1478 – Hans VII. Fraunberger von Prunn hat zahlreiche Ämter, u.a. ist er Hauptmann zu Regensburg, herzoglicher Pfleger zu Riedenburg und Hofmeister.

1465 – Fraunberger von Haag werden durch den Kaiser in den (Reichs-) Freiherrnstand erhoben, auch Hans von Prunn wird Freiherr.

1467 – Die Burg Prunn, wird von Hans, an seinen Sohn Sigmund als Sitz übergeben.

1476 – Zum Erben der Haager Linie und des Reichslehens wird Sigmund von Prunn ernannt.

1491 – Burg Prunn wird durch die Truppen Herzog Albrechts IV im Löwlerkrieg beschädigt.

1521 – Sigmund von Prunn stirbt. Ungeteilt im Testament vererbt er seinen Enkeln Ladislaus und Leonhard die Grafschaft.

1555 – Bekommt Herzog Albrecht V. die schriftliche Zusage vom Kaiser, falls Ladislaus ohne legitimen männlichen Erben stirbt, dass er die Reichsgrafschaft Haag als Lehen erhält

1566 – Das Haus Fraunberg von Haag zu Prunn endet mit dem Tod von Ladislaus ohne Erben.

1567 – Herzog Albrecht V. erhält die Burg Prunn

Um 1567 – Wiguläus Hund entdeckt die älteste Handschrift des Nibelungenliedes, den Prunner Codex. 1575 übergibt er den Codex Herzog Albrecht.

1570 – Um 18.000 Gulden, verkauft Herzog Albrecht Schloss und Hofmark Prunn an den herzoglichen Rat Karl Köckh zu Bodenmais und Mauerstetten.

1646 – Feldmarschallleutnant Georg von Truckmiller kauft die überschuldete Hofmark

1672 – Um 31.000 Gulden kauft der Ingolstädter Jesuitenrektor Jacob Rassler die Burg und die Hofmark Prunn.

1673 – Baumaßnahmen am Dach und am Palas.

Ab 1700 – Umbau der Kapelle

1781 – Der Malteserorden bayerischer Zunge übernimmt die Burg bis zur Auflösung des Ordens 1822

1823 – Die Burg gelangt in die Staatsobhut.

ab 1826 – Auf nachdrücklichen Einsatz König Ludwig I. hin werden Restaurierungsmaßnahmen unternommen.

1946 – Übernahme der Burg durch die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen. Museale Einrichtung der Burg und umfassende bauliche Instandsetzung

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Eintrittspreise & Öffnungszeiten Burg Prunn

Eintrittspreise 2023:

6,- Euro regulär · 5,- Euro ermäßigt

Kombikarte
Burg Prunn + Befreiungshalle Kelheim
9,- Euro regulär / 8,- Euro ermäßigt

Kombikarte
Burg Prunn + Befreiungshalle Kelheim & Walhalla
12,- Euro regulär / 10,- Euro ermäßigt

Freier und ermäßigter Eintritt
Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr erhalten freien Eintritt.

Öffnungszeiten:

April bis Oktober: täglich 9-18 Uhr | letzter Einlass: 17 Uhr

Führungen zu jeder vollen Stunde

November bis März: 10-16 Uhr
(Montag geschlossen, außer am 1. November, 6. Januar + ggf. Ostermontag)
letzter Einlass: 15 Uhr

Geschlossen am: 1. Januar sowie Faschingsdienstag, 24./25./31. Dezember

Die Besichtigung der Burg ist nur im Rahmen einer Führung möglich (begrenzte Teilnehmerzahl, Dauer ca. 45 Minuten).

Rückweg nach Riedenburg

Der Rückweg erfolgt auf dem selben Weg auf dem ihr hochgekommen seid. Am Wasserhäuschen das sich rechts befindet zweigt sich der Weg nach rechts ab. Ihr folgt der Beschilderung – die sich auf einem Stein befindet „Felspatieweg Friedrichsruh nach Prunn“.

Der Weg führt euch vorbei an einem wunderschönen Felsüberhang der „Friedrichsruh“ genannt wird. Ihr könnt es euch hier auf der dort stehenden Bank gemütlich machen und einen Augenblick die Stille genießen.

Rückweg nach Riedenburg
Wegweiser nach dem Wasserhäuschen zurück nach Riedenburg
Felswand Friedrichsruh Altmühltal
Felswand Friedrichsruh
Höhenweg Altmühltal
Höhenweg auf dem Rückweg nach Prunn

Weiter geht es auf dem Höhenweg Richtung Prunn. Ihr habt auf diesem Weg immer wieder wunderschöne Ausblicke auf das Altmühltal und den Main-Donau-Kanal.

Angekommen im Ortsteil Prunn folgt ihr der Bergstraße hinab und biegen rechts in den Scheibelweg ein. Der Weg geht am Ende in einen Pfad über, der oberhalb der Felder und Wiesen Richtung Riedenburg führt. Kurz vor der Kapelle in Emmerthal biegt ihr in den Weg nach rechts ab.

Gleich danach haltet ihr euch links und wandert auf einem Wiesenweg den Hang hinauf. Über Holzstufen geht es für euch weiter bergauf und ihr wandert einige Zeit am Waldrand entlang. Ihr könnt dabei herrliche Blicke auf Riedenburg mit dem Schloss Rosenburg und seinen Burgruinen Tachenstein und Rabenstein genießen.

Der Weg verläuft weiter bis zu einem Wanderparkplatz, an dem ihr die Straße überqueren müsst. Habt ihr die Straße überquert, wandert ihr die Straße bis zum Markt Riedenburg am Gehweg hinunter. Rechts kommt ihr an einer Tankstelle vorbei und links an der St. Anna Mädchenrealschule.

Ihr überquert die große Stadtbrücke die ebenfalls den Namen St. Anna trägt und befindet Euch wieder in Riedenburg. Am Ende der Brücke biegt ihr nach links ab und wandert immer geradeaus, ca. 500 Meter bis zum Parkplatz „An der Altmühl“ der sich auf der rechten Seite befindet. Hier endet die Tour.

Info: Rechts an der Stadtbrücke St. Anna ist ein Großparkplatz von dort aus könnt ihr auch eine schöne kurze Wanderung zum Schloss Eggersberg machen.

Gefallen Dir Wissenswerte Infos zu Sehenswürdigkeiten? Ich würde mich freuen, wenn Du mir ein Antwort dazu in den Kommentaren hinterlässt, dann werde ich das in zukünftigen Blogartikeln gerne weiter mit einbauen. 🙂

Plane, entdecke und erlebe 💚 Bis zum nächsten Blogartikel! Deine Ramona 😉

P.s. Melde Dich gerne kostenlos zu meinem Weltnaturliebe Letter an und ich informiere Dich zukünftig per E-Mail, wenn es einen neuen Blogartikel zu entdecken gibt. 💌

Hinweis: Weltnaturliebe übernimmt keine Haftung für den Zustand der Wanderwege als auch für Unfälle. Die Nutzung der angegeben Wegbeschreibungen geschieht auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko. Jegliche Haftung aus der Benutzung der Tourenvorschläge ist ausgeschlossen.

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